Cochlearia officinalis
Nordseeküstenpflanze. Salzliebend.
Die aufgrund besonderer Beschaffenheit des Protoplasmas äußerst frostbeständigen, saftigen Blätter können im Winter selbst bei Frost geerntet werden und schmecken scharf wie Kresse. Sie dienten einst wegen des hohen Vitamin-C-Gehaltes Seefahrern als Mittel gegen Skorbut und Folgeerscheinungen...
......
sagt Rühlemanns Kräuter- und Duftpflanzen Katalog!
Wikipedia sagt:
Das Gebräuchliche
Löffelkraut (Cochlearia officinalis) gehört zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae). Seine Volksnamen sind Bitterkresse, Skorbutkraut, Löffelblättchen, Löffelkresse. Es ist ein nahezu in Vergessenheit geratenes Küchenkraut.
Vorkommen:
Es kommt im salzhaltigen Marschland, insbesondere in den höheren Zonen der Salzwiesen am Meer vor. Die Ausbreitung erstreckt sich von den Küsten der Arktis bis in die gemäßigteren Zonen der nördlichen Halbkugel und den Bergen Europas. Zu seinen Verwandten zählen das Englische Löffelkraut (Cochlearia anglica) und das Dänische Löffelkraut (Cochlearia danica). Es gehört zu den ersten Frühjahrsblühern. In seinen Blättern sammelt es das Salz und stößt diese dann nach und nach vertrocknet ab.
Geschichte:
Noch vor 300 Jahren war es in fast allen europäischen Gärten heimisch, denn es war eine wirksame Pflanze gegen den Skorbut. Es wurde daher eingesalzen und fässerweise auf Seereisen mitgenommen. Sogar die Wikinger sollen sich diese Eigenschaften auf ihren Seefahrten zunutze gemacht haben.
Anbau:
Löffelkraut gedeiht an einem sonnigen Platz ebenso gut wie im Halb- oder Vollschatten. Es benötigt Feuchtigkeit. Man kann Löffelkraut im Frühjahr und im Herbst aussäen, die Samen muss man nur flach auf die Erde drücken und sie keimen nach 21 bis 28 Tagen. Die Pflanzen werden etwa 30 cm hoch und sollten etwa 10 bis 20 cm Abstand zueinander haben. Wer in der Küche einige Blätter benötigt, kann einzelne Blätter auch unter dem Schnee abpflücken, denn es bleibt wintergrün.
Küche:
Löffelkraut schmeckt der Kresse (auch eine Art aus der Familie der Kreuzblütengewächse) ähnlich. Es schmeckt zu allen Blattsalaten, Kräuterquark, Kräuterbutter, gelben Rüben und Kartoffeln. Es lässt sich schlecht trocknen, aber gut in Salz einlegen.
Wirkstoffe:
Vitamin C, Glucocochlearin, Isothiocyanate, Bitterstoffe, Mineralstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle.
Heilkunde:
Löffelkraut hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und Ermüdungen nach großen körperlichen Anstrengungen. Es soll blutstillend bei Blutungen im Mund- und Nasenraum wirken, der Tee der getrockneten Pflanze soll bei Gicht und Rheuma hilfreich sein. Wie der Namensbestandteil "officinalis" zeigt, gehörte die Pflanze früher zum Grundstock der Apotheker