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Schon von Kind an war es für mich ganz selbstverständlich täglich, besonders im Sommer, den Friedhof zu besuchen und die Blumen auf dem Grabe meines Vaters und meiner Urgroßeltern zu gießen! Ein Friedhof ist für mich ein Ort der Ruhe .... der Kommunikation zwischen heute und morgen ... zwischen sein und werden. Wenn mich etwas bedrückt gehe ich zu irgend einem Friedhof ... schaue mir den Blumenschmuck und die Grabsteine an .... hänge meinen Gedanken nach ...... und komme gestärkt nach Hause! Und da mich schon immer alles Alte und Traditionelle fasziniert hat und ich zwischenzeitlich auch Ahnenforschung betreibe, ist es wahrscheinlich nicht verwunderlich, daß ich alles Alte, und besonders alte Grabsteine mag. Sie sind für mich weder makabere Fotomotive, noch sonst wie unnatürlich. Im Gegenteil, ich sehe in ihnen wahre Kunstwerke! Vielleicht hat es auch ein klein wenig damit zu tun, daß in der Ahnenreihe meiner Großmutter väterlicherseits mehrere Steinmetze zu finden sind. Irgend etwas bleibt immer hängen.... Vielleicht habt ihr ja Lust, an meiner Passion teilzuhaben! Ich würde mich freuen.
Friedhof Waldmohr
So, heute gibts mal wieder ein paar Steine! Diesmal aus meinem Heimatort.
Leider sind hier fast keine alten Steine mehr erhalten.
Bis die Verantwortlichen in anderen Orten sahen, was man damit machen kann und daß das z.T. Kunstwerke sind, war der alte Teil unseres Friedhofes schon "modernisiert" worden.
Es haben leider nur vier Steine überlebt!
Der alte Teil des Friedhofes wurde in den sechziger Jahren eingeebnet .....
...... einzig die Judengräber blieben erhalten.

Das Kriegerdenkmal im Park
Auf diesen Quadern rechts und links vom Denkmal sind alle Gefallenen und Vermissten der beiden Kriege namentlich erwähnt.
Denkmal für die Opfer der Nazi-Zeit
Ein Grenzstein
Das Ortsschild von Waldmohr
Ehrenmal für einen Ehrenbürger des Ortes
Der historische Friedhof von Herrstein
Durch dieses Tor gelangt man in den alten Friedhof
das Alte wird hier erhalten
was nicht mehr im Original bestehen bleiben kann
wird neu eingefasst
auch das gab es früher, es war nicht einmal im Tode jeder Mensch gleichgestellt!

Hauptfriedhof Kaiserslautern Juni 2006
Die alten Steine die ich hier fand, waren z.T. so groß, daß ich sie nur als Monumente bezeichnen kann!
Es müssen hier früher doch sehr reiche Leute gelebt haben .....
...... wenn man bedenkt, daß alles Handarbeit war ....

..... und fast alle Figuren lebensgroß sind!
Anfangs wollt ich fast verzagen, Und ich glaubt, ich trüg es nie; Und ich hab es doch getragen - Aber fragt mich nur nicht, wie?
Heinrich Heine
Liest man die Grabinschriften, dann liegt unser Heil nur in Wiederbelebung der Toten und Beerdigung der Lebenden. (Paul Eldridge)
Diese Steine und Grabstäten liegen von der Grösse zwischen den Monumenten und den "arme Leuten" Steine!
Der Judenfriedhof .....
.... ist ein seperater Friedhof inmitten des Friedhofes ....
....eingefasst von Mauern bzw. einer Hecke .....
..... zu betreten durch ein Tor.
Und nun noch einige normal grosse Steine
Natürlich zeige ich auch die heutige Grab-Kultur
Das Grab des wohl berühmtesten Lautrer Bub Fritz Walter, Fussballweltmeister
..... etwas fernöstliches .....
Urnengräber einer Familie
..... wunderschön gemacht: zwei Steinsäulen und davor eine gravierte Glasplatte!
Wie überall gibt es auch hier Kindergräber ...
Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht'ger Gast im Erdenland; woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
Ludwig Uhland
...... sowie zahlreiche Gräber von Schaustellern.
Landstuhl / Pfalz 7.6.2006
Hier, wie auf fast jedem Friedhof, findet sich modernes ....
..... altes .....
...... und ausgefallenes.
Eine besonders gelungene Idee :
Von den alten Bäume, die aus Sicherheitsgründen, gefällt werden müssen, läßt man hier ein großes Stück des Stammes stehen ......
..... daraus fertigen dann Steinmetze oder Hobbykünstler diese tollen Skulpturen!
Sie passen sehr gut in das Gesamtbild des Friedhofes.
Auch hier findet man einen jüdischen Friedhofsteil, denn nach deren Glauben dürfen die Gräber nie beseitigt werden! Im Gegensatz zu unseren Verordnungen, nach denen die Liegezeit mit 25 Jahren abgelaufen ist.
Außerhalb der Friedhofsmauern wurden auf einem Rasenstück die noch vorhandenen alten Grabsteine wieder aufgebaut und so für die Nachwelt erhalten!
Diese Arbeit hat sich gelohnt!
Etwas oberhalb dieser Stelle ist der anonyme Beisetzungsort für zu früh geborene nicht lebensfähige Kinder.
Hier eine Auswahl der noch vorhandenen alten Gedenksteine:
Zu Füssen dieser Statuen fanden Pater und Pfarrer ihre letzte Ruhestätte ......
...... rechts und links davon reihen sich Nonnengräber an.

Besuch auf dem Waldfriedhof in Homburg/Saar im Mai 2006:
Die kleine alte Aussegnungshalle ist erhalten geblieben!
Besonders schön finde ich es, wenn wie hier, die alten Grabplatten vor der Zerstörung bewahrt und in die Friedhofsmauer integriert werden!
Die neue Aussegnungshalle liegt außerhalb des Friedhofgeländes.
Friedhof in Sulzbach/Saarland Herbst 2005






Eines Morgens wachst du nicht mehr auf, die Vögel aber singen wie sie gestern sangen. Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf - nur du bist fortgegangen - du bist nun frei, und unsere Tränen wünschen dir Glück. Johann Wolfgang Goethe

Eine alte Aufnahme der Grabstätte meiner Ur-Großeltern mütterlicherseits, Friedhof Saarbrücken.
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